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Essbare Kürbisse – Reise durch eine bunte Welt

Essbare Kürbisse
3. September 2018
Autor: asdf asdf

Rund, länglich oder platt UFO-förmig, mit glatter, gerippter oder warziger Oberfläche, orange, grün, weiß oder gelb – die Vielfalt der essbaren Kürbisse ist groß, bunt und vor allem vielfältig. Weltweit wachsen tausende Sorten heran, doch nicht alle sind essbar. Obwohl jede einzelne Frucht schön anzusehen ist, sollten Zierkürbisse nur als Dekoration eingesetzt werden: Sie sind giftig. In ihnen sind die Bitterstoffe „Cucurbitacine“ enthalten, die Übelkeit, Bauchkrämpfe und Darmschäden verursachen. Die gute Nachricht lautet: Die Zahl der essbaren Kürbisse, die Groß und Klein bedenkenlos naschen können, überwiegt! Woher sie kommen, wie sie wachsen, wie man sie selbst anbaut und was es für leckere Gerichte rund um den Globus für die ganze Familie gibt, verraten wir Dir und Deinen neugierigen Rackern jetzt.

Welche Kürbisarten kommen woher?

Die meisten uns bekannten essbare Kürbisse stammen aus den Tropen Amerikas. Fünf Arten haben den Weg von dort in die Welt gemacht und werden heutzutage fast überall auf der Welt im Gartenbau kultiviert: Der Gartenkürbis (z.B. mit Sorten wie ‘Spaghettikürbis‘ oder ‘Jack O´Lantern‘ – der typische Halloweenkürbis, von dem wir bereits fast vergessen haben, dass man ihn auch essen kann), der Moschuskürbis (z.B. ‘Butternut‘), der Riesenkürbis (z.B. ‘Hokkaido‘), der Feigenblattkürbis und der sehr wärmebedürftige, und daher in Mitteleuropa weniger bekannte, Silbersamenkürbis.

Zwei weitere Kürbisarten finden wir eher in Asia-Märkten: Den Wachskürbis, der von den Inseln der Südsee stammt und den auch ‘Kalebasse‘ genannten Flaschenkürbis. Über die Herkunft des Flaschenkürbisses gibt es nur Vermutungen: Waren es das tropische Amerika, Asien oder Afrika?

Wie wachsen ESSBARE KÜRBISSE?

Kürbisse lieben nährstoff- und humusreiche, sich rasch erwärmende und Wasser speichernde Böden, volle Sonne, und jede Pflanze benötigt vor allem eines: Platz.

Die meist sehr großen und rankenden Kürbispflanzen sind Fremdbestäuber. Das heißt, um sich nicht nur an den üppig wuchernden Pflanzen und ihren schönen Blüten zu erfreuen, sondern auch Kürbisse ernten zu können, müssen mindestens zwei Pflanzen einer Art so nahe gepflanzt werden, dass Bienen und Hummeln sie gegenseitig bestäuben. Je mehr Kürbisse einer Art gepflanzt werden, desto sicherer ist ein guter Fruchtansatz – und damit eine große Ernte.

Jede Kürbispflanze bildet männliche und weibliche Blüten. Lediglich aus bestäubten weiblichen Blüten entwickeln sich später Früchte, also die Kürbisse. Die weiblichen Blüten erkennt man an einem kurzen Stiel und einem knubbeligen Fruchtknoten zwischen Stiel und Blüte. Männliche Blüten hingegen haben keinen Fruchtknoten und sind länger gestielt. Was viele nicht wissen: die männlichen Blüten dienen nicht nur der Bestäubung. Sie werden auch als ein Gemüse geschätzt, das man gefüllt, paniert oder pur in Öl gebraten genießen kann! Mmmhh das klingt doch super lecker!

Freche Freunde Kürbisse schneiden
Quelle: GemüseAckerdemie

ESSBARE KÜRBISSE SELBST ANBAUEN – GERN MIT DEINEN FRECHEN KIDS!

Du möchtest Kürbisse in Deinem Garten anbauen? Kein Problem. Die großen, meist rankenden Pflanzen mit ihren Früchten wachsen zu sehen und später die bunte Ernte einzubringen – das sind für Deine kleinen Gärtner ganz besondere Erlebnisse. Wie bereits erwähnt, brauchen die Pflanzen vor allem vollen Lichtgenuss und Platz. Schau Dir also vorab genau an, für welche Kürbisart, für welche Sorte Du Dich entscheidest und ob Du den Pflanzen genügend Platz bieten kannst. Je Kürbispflanze solltest Du mindestens ein bis drei Quadratmeter Beetfläche einplanen. Der Feigenblattkürbis beispielsweise ist die starkwüchsigste Art. Eine Pflanze ist in der Lage, den ganzen Garten zu erobern und alles andere unter sich zu begraben. Glücklicherweise gibt es vom Gartenkürbis auch rankenlose Sortengruppen, wie Zucchini oder Rondini.

Abgesehen von viel Raum, lieben Kürbisse Wärme. Bereits Temperaturen unter fünf Grad Celsius können Schaden anrichten. Daher geht es zur Aussaat erst Anfang Mai, zur Pflanzung frühestens Mitte Mai. Eine dicke Mulchschicht, also das Bedecken des Bodens mit organischen Materialien, sorgt für Wärme und Nährstoffe. Sie verhindert außerdem das Aufkommen von Unkräutern.

Freche Freunde Kürbisse Ernte
Quelle: GemüseAckerdemie

Eine kleine kulinarische Reise

Traditionell sind es vor allem Riesenkürbisse, die vom Spätsommer über den Herbst und Winter bis zum folgenden Frühjahr gern als Gemüse gegessen werden. Kein Wunder, denn die reife Kürbisfrucht enthält nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch und versorgt den Körper mit Vitaminen, Kalium, Kalzium und Zink. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure ist gut für Bindegewebe, Haut und Nägel.

Gekocht, gebacken, gestampft, sauer-süß eingelegt – es gibt viele leckere Kürbisrezepte wie zum Beispiel Katharinas Kürbis Muffins, Katharinas Risotto Kürbis oder Hannas einfache Kürbissuppe. Doch erst jenseits der heimischen Küche zeigt sich, wie facettenreich die Früchte verwendbar sind. Kalebassen und Wachskürbisse sind vor allem in der asiatischen Küche in Gebrauch. Die Früchte dieser Arten werden reif und unreif, roh, gegart und konserviert gegessen. Falls Du und Deine Kleinen jetzt neugierig geworden bist: Wenn die nächsten Sommer wieder so heiß werden wie der gegenwärtige, kommen diese noch wärmebedürftigeren Arten sicher bei uns ebenfalls in Mode. Bis dahin kannst Du sie mit etwas Glück in Asia-Läden kaufen. Richtig spannend wird es, wenn auch die jungen, etwas muffig riechenden Blätter und Sprosse nicht bitterer Kalebassen zu wohlschmeckenden Gerichten verarbeitet werden. Andere Pflanzenteile, wie zum Beispiel die Wurzeln, finden in der chinesischen Medizin Gebrauch.

UNSERE KLEINE REISE DURCH DIE WELT DER ESSBAREN KÜRBISSE GEHT ZU ENDE

Du siehst, die Welt der Kürbisse ist groß und komplex, vor allem aber interessant und kulinarisch bisher kaum entdeckt! Wir haben nun gemeinsam eine kleine Reise gemacht und Dir und Deinen kleinen Entdeckern einen kleinen Vorgeschmack auf diese wunderbaren Pflanzen geboten. Es gibt noch viel mehr zu erforschen, und ich hoffe, dass Deine Reise hier nicht endet, dass Du gemeinsam mit Deinen Kindern weiter in die Welt der Kürbisse vordringst. Wir wünschen Dir ganz viel Spaß dabei!

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Essbare Kürbisse
3. September 2018
Author: asdf asdf

Rund, länglich oder platt UFO-förmig, mit glatter, gerippter oder warziger Oberfläche, orange, grün, weiß oder gelb – die Vielfalt der essbaren Kürbisse ist groß, bunt und vor allem vielfältig. Weltweit wachsen tausende Sorten heran, doch nicht alle sind essbar. Obwohl jede einzelne Frucht schön anzusehen ist, sollten Zierkürbisse nur als Dekoration eingesetzt werden: Sie sind giftig. In ihnen sind die Bitterstoffe „Cucurbitacine“ enthalten, die Übelkeit, Bauchkrämpfe und Darmschäden verursachen. Die gute Nachricht lautet: Die Zahl der essbaren Kürbisse, die Groß und Klein bedenkenlos naschen können, überwiegt! Woher sie kommen, wie sie wachsen, wie man sie selbst anbaut und was es für leckere Gerichte rund um den Globus für die ganze Familie gibt, verraten wir Dir und Deinen neugierigen Rackern jetzt.

Welche Kürbisarten kommen woher?

Die meisten uns bekannten essbare Kürbisse stammen aus den Tropen Amerikas. Fünf Arten haben den Weg von dort in die Welt gemacht und werden heutzutage fast überall auf der Welt im Gartenbau kultiviert: Der Gartenkürbis (z.B. mit Sorten wie ‘Spaghettikürbis‘ oder ‘Jack O´Lantern‘ – der typische Halloweenkürbis, von dem wir bereits fast vergessen haben, dass man ihn auch essen kann), der Moschuskürbis (z.B. ‘Butternut‘), der Riesenkürbis (z.B. ‘Hokkaido‘), der Feigenblattkürbis und der sehr wärmebedürftige, und daher in Mitteleuropa weniger bekannte, Silbersamenkürbis.

Zwei weitere Kürbisarten finden wir eher in Asia-Märkten: Den Wachskürbis, der von den Inseln der Südsee stammt und den auch ‘Kalebasse‘ genannten Flaschenkürbis. Über die Herkunft des Flaschenkürbisses gibt es nur Vermutungen: Waren es das tropische Amerika, Asien oder Afrika?

Wie wachsen ESSBARE KÜRBISSE?

Kürbisse lieben nährstoff- und humusreiche, sich rasch erwärmende und Wasser speichernde Böden, volle Sonne, und jede Pflanze benötigt vor allem eines: Platz.

Die meist sehr großen und rankenden Kürbispflanzen sind Fremdbestäuber. Das heißt, um sich nicht nur an den üppig wuchernden Pflanzen und ihren schönen Blüten zu erfreuen, sondern auch Kürbisse ernten zu können, müssen mindestens zwei Pflanzen einer Art so nahe gepflanzt werden, dass Bienen und Hummeln sie gegenseitig bestäuben. Je mehr Kürbisse einer Art gepflanzt werden, desto sicherer ist ein guter Fruchtansatz – und damit eine große Ernte.

Jede Kürbispflanze bildet männliche und weibliche Blüten. Lediglich aus bestäubten weiblichen Blüten entwickeln sich später Früchte, also die Kürbisse. Die weiblichen Blüten erkennt man an einem kurzen Stiel und einem knubbeligen Fruchtknoten zwischen Stiel und Blüte. Männliche Blüten hingegen haben keinen Fruchtknoten und sind länger gestielt. Was viele nicht wissen: die männlichen Blüten dienen nicht nur der Bestäubung. Sie werden auch als ein Gemüse geschätzt, das man gefüllt, paniert oder pur in Öl gebraten genießen kann! Mmmhh das klingt doch super lecker!

Freche Freunde Kürbisse schneiden
Quelle: GemüseAckerdemie

ESSBARE KÜRBISSE SELBST ANBAUEN – GERN MIT DEINEN FRECHEN KIDS!

Du möchtest Kürbisse in Deinem Garten anbauen? Kein Problem. Die großen, meist rankenden Pflanzen mit ihren Früchten wachsen zu sehen und später die bunte Ernte einzubringen – das sind für Deine kleinen Gärtner ganz besondere Erlebnisse. Wie bereits erwähnt, brauchen die Pflanzen vor allem vollen Lichtgenuss und Platz. Schau Dir also vorab genau an, für welche Kürbisart, für welche Sorte Du Dich entscheidest und ob Du den Pflanzen genügend Platz bieten kannst. Je Kürbispflanze solltest Du mindestens ein bis drei Quadratmeter Beetfläche einplanen. Der Feigenblattkürbis beispielsweise ist die starkwüchsigste Art. Eine Pflanze ist in der Lage, den ganzen Garten zu erobern und alles andere unter sich zu begraben. Glücklicherweise gibt es vom Gartenkürbis auch rankenlose Sortengruppen, wie Zucchini oder Rondini.

Abgesehen von viel Raum, lieben Kürbisse Wärme. Bereits Temperaturen unter fünf Grad Celsius können Schaden anrichten. Daher geht es zur Aussaat erst Anfang Mai, zur Pflanzung frühestens Mitte Mai. Eine dicke Mulchschicht, also das Bedecken des Bodens mit organischen Materialien, sorgt für Wärme und Nährstoffe. Sie verhindert außerdem das Aufkommen von Unkräutern.

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Eine kleine kulinarische Reise

Traditionell sind es vor allem Riesenkürbisse, die vom Spätsommer über den Herbst und Winter bis zum folgenden Frühjahr gern als Gemüse gegessen werden. Kein Wunder, denn die reife Kürbisfrucht enthält nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch und versorgt den Körper mit Vitaminen, Kalium, Kalzium und Zink. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure ist gut für Bindegewebe, Haut und Nägel.

Gekocht, gebacken, gestampft, sauer-süß eingelegt – es gibt viele leckere Kürbisrezepte wie zum Beispiel Katharinas Kürbis Muffins, Katharinas Risotto Kürbis oder Hannas einfache Kürbissuppe. Doch erst jenseits der heimischen Küche zeigt sich, wie facettenreich die Früchte verwendbar sind. Kalebassen und Wachskürbisse sind vor allem in der asiatischen Küche in Gebrauch. Die Früchte dieser Arten werden reif und unreif, roh, gegart und konserviert gegessen. Falls Du und Deine Kleinen jetzt neugierig geworden bist: Wenn die nächsten Sommer wieder so heiß werden wie der gegenwärtige, kommen diese noch wärmebedürftigeren Arten sicher bei uns ebenfalls in Mode. Bis dahin kannst Du sie mit etwas Glück in Asia-Läden kaufen. Richtig spannend wird es, wenn auch die jungen, etwas muffig riechenden Blätter und Sprosse nicht bitterer Kalebassen zu wohlschmeckenden Gerichten verarbeitet werden. Andere Pflanzenteile, wie zum Beispiel die Wurzeln, finden in der chinesischen Medizin Gebrauch.

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